buntes Obst aus Holz

Verkaufen, bevor das Produkt fertig ist

und warum ich es nicht tue.

Eine Strategie, die viele empfehlen 💶
In der Online-Business-Welt gibt es eine Strategie, der du früher oder später begegnen wirst – dem Presale, auch Vorverkauf oder Beta-Launch, genannt. Die Idee dahinter ist einfach: du verkaufst ein Produkt, bevor es existiert und erstellst es erst dann, wenn du weißt, dass es Käuferinnen gibt.

Viele erfolgreiche Unternehmerinnen schwören darauf. Es hat ja auch echte Vorteile:
Du validierst deine Idee, bevor du wochenlang an etwas arbeitest, das vielleicht niemand kauft. Du generierst Einnahmen, noch bevor das Produkt fertig ist. Und du bekommst wertvolles Feedback direkt von echten Kunden.

Klingt nach einer ziemlich guten Strategie, oder?
Und trotzdem ist sie nicht für alle richtig. Für mich ganz persönlich zumindest nicht – und in diesem Artikel erkläre ich dir, warum.

Was ein Presale genau ist und wie er funktioniert 🤓
Beim Presale bietest du dein Produkt – zum Beispiel einen Onlinekurs zu einem bestimmten Thema – zu einem reduzierten Preis an, noch bevor er vollständig erstellt ist. Deine Käuferinnen wissen das. Sie zahlen heute, bekommen das Produkt aber erst in ein paar Wochen oder Monaten.

Im Gegenzug profitieren sie oft von einem günstigeren Preis und manchmal auch davon, dass sie den Kurs aktiv mit gestalten können – durch Feedback, Fragen oder direkten Kontakt zur Kurserstellerin (also dir 😉

Gut gemacht kann das für alle Seiten funktionieren. Schlecht gemacht ist es ein Versprechen, das man nicht halten kann – mit Konsequenzen für das Vertrauen, das man sich mühsam aufgebaut hat.

Die Vorteile:
Es gibt gute Gründe, warum so viele Unternehmerinnen diese Strategie empfehlen.

Risikominimierung zum Beispiel: Du investierst deine Zeit erst dann vollständig in die Kurserstellung, wenn du weißt, dass es Interesse gibt. Das schützt vor wochenlanger Arbeit an einem Produkt, das dann vielleicht keiner kauft.

Cashflow: Gerade zu Beginn eines Business kann es finanziell helfen, schon vor der Fertigstellung erste Einnahmen zu generieren. 🤑

Validierung: Der echte Markttest. Wenn Menschen bereit sind, Geld zu zahlen, ist das das stärkste Signal, das es gibt.

Das sind legitime Argumente. Ich kann das nachvollziehen, auch, wenn ich persönlich einen anderen Weg gehe.

Warum ich es nicht mache 😎
Hier ist meine ehrliche Antwort: Ich fühle mich nicht wohl dabei, Versprechen zu machen, wenn das Produkt noch nicht existiert.

Das hat nichts mit fehlender Professionalität zu tun. Und es hat nichts damit zu tun, dass ich der Strategie grundsätzlich misstraue. Es hat damit zu tun, wer ich bin und wie ich arbeiten möchte.

Ich bin ein Mensch, der lieber zeigt als verspricht. Ich möchte, dass meine Kundinnen sehen können, was sie bekommen – bevor sie dafür zahlen. Ich möchte ein fertiges Produkt präsentieren, hinter dem ich vollständig stehe, das ich wirklich für gut befunden habe.

Wenn ich einen Kurs verkaufe, soll er existieren. Vollständig. Durchdacht. Fertig.

Das ist mein persönlicher Standard und ich glaube, er spiegelt etwas wider, das vielen leisen, sorgfältig arbeitenden Menschen wichtig ist: Integrität vor Schnelligkeit. Substanz vor Versprechen. 

Es heißt nicht, dass ich meine Kurse später nicht mehr ergänze, zum Beispiel um Fragestellungen von meinen echten Kundinnen. Es bedeutet für mich aber, ich gehe in Vorleistung, weil ich überzeugt davon bin, dass ich meinen Wunschkunden etwas Tolles zu bieten habe. Und ich setze auf Nachhaltig- und Langlebigkeit und nicht auf schnellen Cashflow.

Was das über dein Business aussagt
👉 Wenn du dich für einen Presale entscheidest: Das ist vollkommen in Ordnung. Es kann der richtige Schritt für dich sein, besonders wenn du bereits eine vertrauensvolle Gemeinschaft aufgebaut hast, die weiß, wer du bist und was sie von dir erwarten kann. Dein Fanclub steht quasi schon bereit.

👉 Wenn du dich dagegen entscheidest: Das ist auch vollkommen in Ordnung. Du musst keine Strategie umsetzen, die sich nicht richtig anfühlt, nur weil andere sie empfehlen. 

Was ich hier ausdrücken möchte, ist etwas, das mein ganzes Business durchzieht: Du darfst deinen eigenen Weg wählen. Du darfst Strategien ablehnen, die nicht zu dir passen. Du darfst langsamer sein, vorsichtiger, sorgfältiger – ohne das als Schwäche zu betrachten. Deine Marke und dein System sollen zu dir und deinem Business passen. Punkt.

Ein authentisches Business heißt nicht, alle Trends mit zu machen. Es ist das, das wirklich zu dir passt.

Mein Weg: Erst fertig, dann verkaufen 🌸
Mein Plan sieht so aus: Ich erstelle meinen Kurs vollständig. Ich teste ihn. Ich überarbeite ihn. Und dann, wenn ich ihn wirklich für gut halte, bringe ich ihn auf den Markt. Und ja, ich bin eine kleine Perfektionistin 😊

Das dauert länger. Aber es fühlt sich für mich richtig an. Und in einem Business, das auf Authentizität und Vertrauen basiert, ist das Gefühl, das ich dabei habe, ein wesentlicher Teil meiner Entscheidung.

Ich glaube, dass meine Kundinnen das spüren. Dass sie wissen: Wenn Juja etwas verkauft, dann steht sie dahinter. Dann ist es fertig. Dann ist es gut und es bringt mich weiter.

Das ist das Vertrauen, das ich aufbauen möchte. Und das ist es mir wert.

Fazit, please:
Presales sind eine legitime und für viele erfolgreiche Strategie. Sie können dein Business voranbringen – wenn sie gut gemacht sind und wenn du dich damit wohl fühlst.

Ich persönlich mache es anders. Und ich teile das hie mit dir, weil ich glaube, dass es wichtig ist zu zeigen: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Es gibt nur deinen Weg.

Wähle die Strategie, die zu dir passt und sich für dich gut anfühlt. Nicht die, die alle anderen gerade empfehlen.

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